Galerie Hubert Winter

Das Alphabet der Birgit Jürgenssen. Arbeiten aus den Jahren 1970 - 72
9. Jänner – 1. März 2014
"Mach dir keine Sorgen", sagt sie. "Ich kenne dich."
"Du kannst mir vertrauen", sagt R.V. und beobachtet ihre Hand. "Ich bin ein Mann, der zu seinem
ENDE
Die letzten Zeilen. In: David Foster Wallace, Der Besen im System. Dt.v.M. Ingendaay. Köln, Kiepenheuer & Witsch, 2004.

Es war zu spät für das Algonquin und zu früh für die Wiener Kunstgesellschaft, diese Kunstgesellschaft, für die B´s und die F´s und die A´s und so weiter und so weiter und so blieb dir ja gar nichts anderes übrig als eine eigene Welt zu schaffen, wo es die dir vertrauten M´s, J´s, U´s , L´s, SK´s und H´s gab und wir, die wir jetzt davor stehen und rätseln, wir wüssten allzu gerne wer und wie... Und nicht erst jetzt wird mir bewusst, was Pessoa meint, wenn er schreibt "Ich empfinde die Zeit als etwas überaus Schmerzliches". So lässt du mich, lässt du uns alleine, wir hatten Zeit, viel Zeit um zu fragen, aber wir haben keine Fragen gestellt. Das ist das Schmerzliche. Jetzt, "wann auf vergeßnem wald ein düstrer winter lastet" (Stéphane Mallarmé, dt. v. C. Fischer).

Wir zeigen eine Auswahl früher Grafiken, Zeichnungen und Fotoarbeiten der Künstlerin, viele davon nicht zu enträtseln. Das Alphabet der Birgit Jürgenssen umfasst eine außergewöhnliche Serie noch nie gezeigter Farblithografien auf Büttenkarton.

  • Der Standard. Galerienspiegel. 16.01.2014 (PDF)