Galerie Hubert Winter

Simone Fattal. Francesco Gennari
curated by Lorenzo Giusti
14. September – 10. November 2018
Ich könnte mich nicht mehr bemühen, ein paar Momente, ein paar Bewegungen auftauchen zu lassen, die mir noch unbehelligt, noch stark genug zu sein scheinen, um sich aus jener bewahrenden Schutzschicht, aus den weißlichen, weichen, wattigen Dichten befreien zu können, die sich auflösen und mit der Kindheit verschwinden…
Die letzten Zeilen. In: Nathalie Sarraute, Kindheit. (Enfance). Dt. v. E. Tophoven. Köln, Kiepenheuer & Witsch,1984.

Lorenzo Giustis curated by Ausstellung in der Galerie Hubert Winter präsentiert eine Gruppe "vereinzelter Werke" von Simone Fattal und Francesco Gennaris Mausoleo per un verme. Fattal (* 1942, Damaskus, Syrien) erforscht und rekonfiguriert Begriffe der Geschichte, Politik, Freiheit und des Feminismus anhand ihrer Skulpturen, die nicht nur für ihre biografisch unterschiedlichen Lebensabschnitte stehen, sondern auch für alle geografischen Identitäten, mit denen sie verbunden ist. Gennari (* 1973, Pesaro, Italien) zeigt neben einer einzelnen Skulptur eine Gruppe von Zeichnungen, die sich, inspiriert von der Kapuzinergruft in Wien, gleichsam auf den italienischen Rationalismus in der Architektur beziehen. Mit Wien als Drehpunkt, verbindet diese Ausstellung eine Vielzahl von "physischen Städten" und imaginären Landschaften.